AudioMax #199: Thing Tag 2012

23.01.2012
Thingheader

Braucht ihr Ablenkung vom hartem Studium? Wollt neue Leute kennenlernen und zusammen etwas leisten? Aber ihr habt keine Ahnung, wie? Dann ist der Thing Tag 2012 genau das richtige für euch! Dort präsentieren sich am 31. Januar im Karo 5 die Hochschulgruppen der TU Darmstadt. Natürlich ist auch AudioMax vor Ort. Wir zeigen euch wie es bei uns hinter den Kulissen aussieht. Wer alles sonst noch da ist und was ihr sonst am Thing Tag erleben könnt, erfahrt ihr in dieser Sendung.

Hochschul-Nachrichten

HDA feiert 40-jähriges Jubiläum

Seit mittlerweile 40 Jahren gibt es die Hochschule Darmstadt. Letzten Donnerstag wurde zusammen mit der Einweihung des grundsanierten Hochhauses in der Schöfferstraße Jubiläum gefeiert. HDA Präsident Ralph Stengler begrüßte zum Festakt unter anderem Oberbürgermeister Jochen Partsch und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann. Im Nachmittagsprogramm trat der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert mit seinem Programm „Freiheit ist alles“ auf. Der Tag endete mit einem großen Campusfest am Abend.

Seit der Gründung 1971 brachte die HDA fast 40000 Absolventen hervor. Die Entwicklung der Hochschule kann im Internet in einem „Zeitspeicher“ zurückverfolgt werden. In einer Multimediapräsentation finden sich dort Bilder, Texte, Videos und Tonaufnahmen nach Jahren und Monaten sortiert.

Im Hochhaus am Campus Schöfferstraße finden seit Anfang Oktober wieder Lehrveranstaltungen statt. Zuvor wurde es zwei Jahre lang für 49,2 Mio. Euro saniert. Das Gebäude ist nun barrierefrei und auch energetisch auf dem neusten Stand. Markant sind die neuen Verschattungselemente an der Südseite des Gebäudes, weshalb es auch schon als „Käsereibe“ bezeichnet wurde. In das Hochhaus sind die Fachbereiche Mathematik und Naturwissenschaften sowie Elektrotechnik und Informationstechnik eingezogen. Es beherbergt zudem Hochschulleitung, Verwaltung und Dienstleistungsbereiche, so dass es auch als zentrale Serviceanlaufstelle dient.

Der Festakt am Donnerstag mit der offiziellen Eröffnung des Hochhauses war der Höhepunkt des Jubiläums der Hochschule Darmstadt, das insgesamt zwei Semester lang gefeiert werden soll.

Unwort des Jahres bekannt gegeben

Das Unwort des Jahres 2011 wurde vergangenen Dienstag von TU-Professorin Nina Janich bekannt gegeben. Die Auszeichnung Unwort des Jahres soll ein Bewusstsein schaffen, ob man mit bestimmten Wörtern oder der Art, wie man sie gebraucht, andere verletzt, diskriminiert, etwas verschleiert oder Menschen in die Irre führt.

Die Jury entschied sich für „Döner-Morde“. Das Wort bringe die jahrelange Verkennung der politischen Dimension der Mordserie zum Ausdruck. Die Unterstellung, die Motive der Morde seien im kriminellen Milieu von Schutzgeld- oder Drogengeschäften zu suchen, seien mit dieser Bezeichnung gestützt worden.

Weitere Unwörter sind „Gutmensch“ und „Marktkonforme Demokratie“. Die nach den „Döner-Morden“ am häufigsten vorgeschlagenen Begriffe „Stresstest“ und „Rettungsschirm“ wurden nicht prämiert. Insgesamt erhielt die Jury 2420 Einsendungen, so viele wie nie zuvor.

Neben vier Sprachwissenschaftlern und einem Journalisten war dieses Jahr der ehemalige Bundesminister Dr. Heiner Geißler Teil der Jury.

Terahertz-Sender könnte Materialprüfung und Medizin revolutionieren

Forscher der TU Darmstadt haben einen neuartigen Terahertz-Sender entwickelt. Mithilfe von Terahertz-Strahlung lässt sich zum Beispiel die Qualität von Werkstoffen zerstörungsfrei prüfen, da sie Materialien wie Kunststoff, Papier, Textilien und Keramik durchdringt.

Bislang waren Terahertz-Sender und Empfänger sehr groß und teuer. Der Sender der Darmstädter Physiker und Ingenieure misst jedoch weniger als einen Quadratmillimeter. Hergestellt wird er mit Halbleitertechnik. Einzelne Schichten des Halbleiters sind nur wenige Nanometer, also Millionstel Millimeter, dünn. Mit einer Frequenz von 1,111 Terahertz hat er die höchste Frequenz, die jemals mit einem aktiven Halbleiterbauelement erreicht wurde. Die so genannte Resonanztunneldiode soll jedoch in der Lage sein, noch deutlich höhere Frequenzen bis drei Terahertz zu erzeugen.

Durch höhere Frequenzen kann Materialanalyse mit einer höheren Auflösung durchgeführt werden als mit niedrigeren Frequenzen.

Da die neue Diode auch bei Raumtemperatur funktioniert, könnte sie zum Beispiel auch für spektroskopische Untersuchungen an Molekülen dienen, die sich bislang der Spektralanalyse entzogen. In der Medizin könnte so krankes von gesunden Gewebe im Körper unterschieden werden.

Auch die Elektroindustrie könnte von dem neuen höher frequenten Bauteil profitieren. Es ermöglicht die Erweiterung der Einsatzgebiete von Handys und Computern.

Der Terahertz-Bereich galt lange aufgrund der fehlenden Technik als kaum nutzbare Lücke im elektromagnetischen Spektrum zwischen dem Infrarot- und Mikrowellenbereich.

Bei der Herstellung der Diode wurden die Darmstädter Forscher im Team um Dr. Michael Feiginov vom Institut für Mikrowellentechnik und Photonik vom Darmstädter Bauelementehersteller ACST GmbH unterstützt.

Mitmachen

Auch Du kannst bei AudioMax mitmachen. Du studierst in Darmstadt Maschinenbau, Elektrotechnik, Sport, Politik, Psychologie - ganz egal - und hast Lust selber Radio zu machen? Dann schau doch einfach bei uns vorbei. Entweder Dienstags um 19 Uhr live in unserer Sendung bei Radio Darmstadt (Steubenplatz 12) oder bei unserer anschließenden Redaktionssitzung. Die beginnt gegen 20:30 Uhr und findet in Gebäude S2/03 im Raum 7 statt.

Zu hören ist AudioMax auf der 103,4 MHz oder per Livestream über www.radiodarmstadt.de.

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